Washington: Technik wahrscheinlich Schuld an U-Bahn-Unglück
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Washington: Technik wahrscheinlich Schuld an U-Bahn-Unglück
Nach dem U-Bahn-Unglück in Washington häufen sich die Hinweise auf ein Versagen der Technik. Die Ermittler konzentrierten ihre Untersuchten auf zwei Fragen. Die eine betrifft das Computersystem, die andere beschäftigt sich mit der zum Zeitpunkt des Unfalls gezogenen Notbremse des Zuges. Für das U-Bahn-Unglück in Washington ist wahrscheinlich ein technischer Fehler verantwortlich. Die Ermittler konzentrieren sich auf zwei Fragen: Warum hat das Computersystem den auffahrenden Zug nicht rechtzeitig gestoppt? Und warum fuhr dieser Zug weiter, obwohl die Notbremse gezogen war? Bei dem Zusammenprall kamen am Montag neun Menschen ums Leben, mehr als 70 wurden verletzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks wurde die U-Bahn in einem automatischen Modus gesteuert, stand also ganz unter Kontrolle des Computersystems. Die Zugführerin hatte nur noch die Aufgabe, die Türen zu öffnen und zu schließen sowie den Ablauf zu überwachen. In ihrem Betriebsabteil fanden Ermittler, dass der Schalter für die Notbremse betätigt war. Wann dies erfolgt sei, müsse noch untersucht werden, sagte Debbie Hersman von der Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB). Alle Züge der Washingtoner Metro fuhren am Dienstag zunächst vorsichtshalber im manuellen Betrieb, um eine mögliche Computer-Fehlsteuerung zu vermeiden. Kritische Blicke richteten sich aber auch auf das Alter der Züge, da die auffahrende U-Bahn zu den ältesten der Metro gehörte. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hat den Washingtoner U-Bahnbetreiber bereits drei Jahren auf Sicherheitsmängel seiner Züge aufmerksam gemacht. 2006 habe seine Behörde erstmals angeregt, die bis 1978 gelieferten Züge der 1000er-Serie nachzurüsten oder auszumustern, da sie den Schock von Zusammenstößen nur unzureichend abfederten, sagte NTSB-Sprecherin Debbie Hersman vor Journalisten in der US-Hauptstadt. Doch seien die Washingtoner Verkehrsbetriebe der Empfehlung nie nachgekommen. Aufschluss erhofften sich die Ermittler nun von den Fahrtenschreibern, die sich noch im Wrack der stehenden Bahn befanden. Der alte Unglückszug selbst hat möglicherweise keine Datenschreiber. Quelle: Welt online
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